Language: Deutsch
- , ZKM Entrance Hall
- 2026-06-05 –, ZKM Entrance Hall
All times in Europe/Berlin === Reservierung nötig / Reservation needed: https://pretix.entropia.de/entropia/gpn24-workshops/ === Das ZKM bietet GPN-Besuchenden eine exklusive Führung durch das Labor für antiquierte Videosysteme an. Dieses ist normalerweise nur für Forschende und Mitarbeitende offen.
In der rund 40-minütigen Führung werden die unterschiedlichsten Formate und Techniken der Digitalisierung und Archivierung von Bewegtbild vorgestellt. Auch hier ist die digitale Unabhängigkeit von Tech-Konzernen unverzichtbar. Erlebt einen spannenden Einblick hinter die Kulissen des ZKM.
Das seit 2004 bestehende Labor für antiquierte Videosysteme widmet sich der schwierigen Aufgabe, Videokunst aus den Archiven des ZKM und seiner laufenden Projekte und Ausstellungen zu bewahren.
Gerade weil sogenannte »Medienkunst« nur von wenigen Museen gesammelt wird und die Kunstwerke – seien es Installationen oder Single-Channel-Videos – oft nur in Form weniger analoger Kopien in den Museen der Welt zirkulieren, fühlt sich das ZKM dieser Herausforderung besonders verpflichtet. ZKM-Direktor Peter Weibel nennt das ZKM mit Blick auf den konservatorischen Generationenvertrag deswegen gern eine »mediale Arche Noah«.
Das Labor für antiquierte Videosysteme unterhält eine Sammlung lauffähiger originaler Videogeräte der vergangenen Jahrzehnte: von den ersten Consumer-Videosystemen auf offener Spule bis hin zu heute noch aktuellen Kassettenformaten. Mit seinem Maschinenpark von mehr als 300 Geräten ist das Labor in der Lage, fast 50 gängige Videoformate hochwertig zu digitalisieren. Aufgrund der großen Fragilität der im Labor entstehenden digitalen Daten gehört deren Spiegelung zu den zentralen Aufgaben, d.h. die Daten werden kopiert und auf zeitüblichen Datenträgern an verschiedenen Orten aufbewahrt. Dennoch ersetzen die digitalen Archive die analogen Archive nicht vollständig, sie ergänzen sie vielmehr. Parallel zur Entwicklung einer Metadatenstruktur für die Datenbanken, in denen die digitalen Artefakte verzeichnet sind, setzt das ZKM auf eine präzise Museumsdokumentation, um Informationen über Inhalte in Beständen unterschiedlichster Provenienz verfügbar zu halten, rasch zu finden und gegebenenfalls miteinander zu verknüpfen.
Beschreibung von ZKM LAVS
mag Gulasch
