2026-06-05 –, ZKM Vortragssaal (Lecture Room) Language: Deutsch
Steckbrett und Arduino waren gestern, wir produzieren jetzt
selbst! Wie Ihr Eure Elektronik-Projekte bei erträglichen Kosten professionell fertigen lasst, was für Tools ihr braucht und worauf ihr achten solltet, das zeige ich Euch in diesem Talk.
Arduino, Raspberry Pi und Co sind weit verbreitet. Mit Ihnen und einem Steckbrett lassen sich nicht nur kleine Experimente aufbauen, sondern durchaus praktisch nutzbare Geräte herstellen. Egal, ob Social-Media-Like-Anzeige für's Gaming-Zimmer oder die eigene Heizungssteuerung im Keller, die Alltagstauglichkeit solcher losen Aufbauten ist aber oft fragwürdig und Wackelkontakte und Fehlfunktionen sind leider häufig an der Tagesordnung.
Wer es robuster und haltbarer braucht, greift bisher zu Lötkolben und Lochrasterplatine und ersetzt die Steck- durch Lötverbindungen und spendiert ein mit passenden Löchern versehenes Fertiggehäuse. Das
Ergebnis kann durchaus langfristig nutzbar und sogar ansehnlich sein. Der Aufbau erfordert allerdings oft reichlich Geschick und Geduld und
Nachahmer tun sich auch bei gut dokumentierten Projekten häufig
schwer.
Eine professionelle Fertigung wäre da toll. Bis vor wenigen Jahren war so etwas für Hobbyisten aber kaum bezahlbar und überhaupt nur in
großen Stückzahlen möglich. Aber wer braucht schon mehrere hundert Twitter-News-Anzeigen oder unzählige Controller für Linien-Folge-Roboter? Selbst die beliebtesten unter uns haben nicht genug interessierte Freunde, um so viele Geräte einer sinnvollen Verwendung zuzuführen.
Diese Situation hat sich in den letzten Jahren geändert. Vollautomatische Fabriken in Fernost erlauben es selbst
Laien, kleine Projekte in geringer Stückzahl zu erträglichen Preisen
industriell fertigen zu lassen. Aus dem wackeligen Steckbrett-Setup wird so ein professionelles Projekt und die Kosten bleiben trottdem im Hobby-tauglichen Rahmen.
In diesem Vortrag werde ich zeigen, was für Tools man benötigt und welche Plugins hilfreich sind, wenn es darum geht, passende Fertigungsdaten zu erzeugen. Worauf muss man achten? Wie kommen die
passenden Bauteile in die Fabrik? Mit welchen Kosten muss man rechnen und eie kann man sie durch geschickte Bauteileauswahl im Rahmen
halten? Wie stelle ich sicher, dass die Fabrik wirklich das baut, was
ich mir vorgestellt habe? Und was muss ich beim Versand beachten? Wo lauern versteckte
Kosten? Und wie schaffe ich es schließlich, dass auch andere mein geniales Projekt nachbauen bzw. -bestellen können?
Ein paar praktische Beispiele runden den Talk ab, sodass ihr am Ende in der Lage sein solltet, mit geringem finanziellen Risiko Euer Traumprojekt einen großen Schritt professioneller zu machen.
mostly harmless
Hacker. Maker ... aufgewachsen in den 80ern habe ich die Zeit der Homecomputer aktiv miterlebt. Während es in den Anfangstagen noch häufig nötig war, selbst Hand ans Gerät zu legen, wurde spätestens mit der Ankunft der ersten Heim-PCs der Lötkolben immer seltener eingesetzt. Umso begeisterter war ich, als sich Anfang der 2000er mit Arduino, Raspi und Co der DIY-Gedanke wieder mehr verbreitete. Die Ergebnisse meiner Basteleien veröffentliche ich seitdem immer wieder im globalen Netz und präsentiere sie z.B. auf der GPN und dem Congress.
